Kommunikation mit Auszubildenden - mehr, als einfach nur „Reden“

Kommunikationsfähigkeiten und -techniken als wichtigste Bestandteile einer Praxisanleitung im Alltag dienen dazu, Auszubildende zu unterstützen und komplexe Anleitungssituationen zu vermitteln.

Die Fortbildung vermittelt als „Refresher“ elementare Kommunikationsgrundlagen nach P. Watzlawick sowie Grundlagen der Gesprächsführung im Kontext eines Vor-, Zwischen- und Abschlussgespräches. Im Rollenspiel wird ein adäquates Verhalten in schwierigen, konfliktreichen Gesprächssituationen vermittelt, um persönliche Strategien für den beruflichen Alltag zu entwickeln.

Inhalt: Kommunikationsgrundlagen nach P. Watzlawick Gesprächsführung im direkten Kontakt mit Auszubildenden Umgang mit „schwierigen“ Schülergesprächen: Verhalten, Deeskalation, Lösungsvorschläge etc. Lernschwierigkeiten Auszubildender erkennen und beseitigen Feedback-Gespräche führen und Beurteilungen erstellen

8 UE – Mindestteilnehmerzahl: 8 (max. 20)



Beobachtung und Beurteilung im Anleitungsprozess und Ausbildungsprozess

Rahmenrichtlinien der praktischen Ausbildungsverordnung sehen innerhalb des Lernprozesses konstruktive Rückmeldungen der Praxisanleiter*innen an die Auszubildenden zu Ausbildungsstand und Lernerfolg als elementare Säulen zum Erreichen des Ausbildungszieles vor. Praxisanleitung, am Ende eines Praxiseinsatzes, Probe-Examen, aber auch die fachpraktische Prüfung am Ende der Ausbildungszeit dienen hier als Fixpunkte. Mit Gestaltung und Implementierung einer generalistischen Pflegeausbildung hat die Beurteilung der einzelnen Leistungen auf Basis eines Notensystems immens an Gewicht gewonnen, wobei sich der komplexe Beurteilungsprozess an den Kompetenzfeldern der Ausbildung orientiert.

Fortbildungsinhalt:

– Die vier „B´s“ des Beurteilungs- & Beobachtungsprozesses:

      B - Beobachten, B - Beschreiben, B - Besprechen, B - Bewerten
  • Beurteilungsfehler und Gefälligkeitsnoten
  • Das Blitzlicht als Instrument einer kontinuierlichen, objektiven Beobachtung & Bewertung
  • Das Entwicklungsgespräch vor Beendigung der Probezeit
  • Kompetenzfelder bewerten
  • Notengebung
  • Erstellen einer schriftlichen Beurteilung


8 UE – Mindestteilnehmerzahl: 8 (max. 20)



Die Skills Lab-Methode - Lernkonzepte neu entdecken

Die Skills Lab-Methode ermöglicht Auszubildenden, Kompetenzen und pflegerische Fähigkeiten durch praxisnahe Übungen an sog. „Simulations-Patienten/Bewohnern“ zu entwickeln.

Nicht die Anleitung des/r Praxisanleiters/in, sondern das Beobachten und Reflektieren der eigenen pflegerischen und kommunikativen Handlung stehen im Vordergrund der Begleitung.

Mit Hilfe von Videoaufnahmen wird dem Auszubildenden die Möglichkeit eröffnet, im pädagogischen Kontext mit dem/r Praxisanleiter/in zurückliegende Situationen bzw. pflegerische Interventionen zu analysieren und zu reflektieren.

Der Workshop vermittelt u.a. die 6 Schritte der Skills Lab-Methode einschl. Gliederung und konkreter Erarbeitung des Konzeptes zur Erleichterung der praktischen Umsetzung.

In Arbeitsgruppen können bspw. die Themen „Blutdruck messen, Blutzucker messen, s.c.- Injektion, Fußbad und Mundpflege“ nach der Skills Lab-Methode erarbeitet und unmittelbar nach Abschluss des Workshops und der Aushändigung eines Handouts in den praktischen Anleitungssituationen implementiert werden.


8 UE – Mindestteilnehmerzahl: 8 (max. 20)



SOL in der Praxis - Die Chance zum „selbstorganisierten Lernen“

Welches Handwerkzeug benötigen Auszubildende zum selbstorganisierten Lernen in der Praxis? Welche Rolle übernehmen dabei Praxisanleiter/innen?

Gezielte Anleitung und die Demonstration korrekter Handlungsketten in pflegerischer Hinsicht dienen der pädagogischen Anleitung und Begleitung von Auszubildenden. Der Auftrag von Praxisanleitern/innen besteht aber auch darin, Auszubildende in ihrer Fähigkeit der Eigenverantwortlichkeit zu fördern und zu fordern, um sie auf ein selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten vorzubereiten.

Die Form des selbstorganisierten Lernens in der Praxis lässt sich als eine „Mixtur“ aus dem eigenständigen Erarbeiten von Wissen und dem anschließenden, gemeinsamen Wissenstransfer in die Praxis charakterisieren. Abgerundet wird dies durch die gemeinsame praktische Durchführung der pflegerischen Intervention.

Der Workshop bietet Praxisanleitern/innen die Möglichkeit, für das SOL spezifische Anleitungsbögen zu verschiedenen Themen der praxisnahen Ausbildung zu entwerfen.


8 UE – Mindestteilnehmerzahl: 8 (max. 20)



Ganztages Fortbildung 8 UE
Kosten je Fortbildungsveranstaltung: EUR 839.- zzgl. MwSt.
Fahrtkosten: EUR 0,35/km zzgl. MwSt.
Materialkosten: EUR 17,50.- zzgl. MwSt.